WildFly – Systemproperties konfigurieren und auslesen

Im WildFly Anwendungsserver können über die Systemproperties Werte gesetzt werden auf die die deployten Anwendungen zugreifen können. Dies stellt einen einfachen Weg zum Konfigurieren von Anwendungen dar. Die Konfiguration wird in der Datei „/WILDFLY_HOME/standalone/configuration/standalone.xml“ vorgenommen:

<server xmlns="urn:jboss:domain:1.3">
  <extensions>
  ...
  </extensions>
  <system-properties>
    <property name="property1name" value="property1value"/>
    <property name="property2name" value="property2value"/>
  </system-properties>
	...
</server>

Auslesen der Systemproperties im Java Programm:

String valueProperty1 = System.getProperty("property1name");

Betriebssystem Umgebungsvariablen auslesen

Auch auf die Systemvariablen des Betriebssystem lässt sich zugreifen:

System.getenv("NAME_DER_UMGEBUNGSVARIABLE ");

WildFly – Administration über die Webkonsole, CLI und Standalone.xml

WildFly speichert seine Konfiguration XML-formatiert in einer Datei ab. Die Konfiguration des Server kann direkt in dieser Datei erfolgen, oder alternativ über die Weboberfläche oder das Command Line Interface. Im folgenden werden die unterschiedlichen Wege kurz vorgestellt.

Weboberfläche

Wildfly stellt auf Port 9990 eine Weboberfläche zur Konfiguration einiger Systemeinstellungen bereit und liefert Informationen zur JVM und Systemumgebung. Zu einigen Subsystem werden Daten angezeigt und Konfigurationsmöglichkeiten angeboten. Dazu zählen u.a. Datasources, JPA, JNDI, Transactions und Webservices.

Bevor auf die Webmanagement-Oberfläche zugegriffen werden kann muss ein Management-User angelegt werden. Dazu führen Sie das Skript „add-user.bat“ unter Windows (wildfly_root\bin\add-user.bat) oder „add-user.sh“ unter Linux aus und folgen den Anweisungen.
Anschließend kann sich mit dem neuen Benutzer angemeldet werden:

http://127.0.0.1:9990/
Wildfly Webmanagement

Wildfly Webmanagement

CLI – Command Line Tool

Wildfly_CLI_GUI
Seit JBoss AS 7 gibt es ein Command Line Interface (CLI) Tool mit dem man sich zum Server verbinden kann und diverse Aufgaben durchführen kann. U.a:

  • Anwendungen im Standalone/Domain Mode deployen oder undeployen
  • Informationen zu deployten Anwendungen anzeigen
  • Starten, stoppen und neustarten des Servers
  • Hinzufügen, ändern und löschen von Subsystemen
  • Anzeige von Logdateien

    • Das CLI Tool wird über ein Skript (jboss-cli.bat oder sh) im Bin-Verzeichnis gestartet.

      "WILDFLY_HOME/bin/jboss-cli.bat"

      Mit dem Parameter gui „jboss-cli.bat –gui“ kann die Konsole in einer grafischen Ausführung gestartet werden:

      XML Konfigurationsdatei

      Wildfly speichert seine Konfiguration als XML formatierte Datei ab. Diese liegt für Standalone-Anwendungen in „WILDFLY_HOME/standalone/configuration/standalone.xml“ und für geclusterte Anwendungen, die in einer Domain zusammengefasst werden und sich eine Konfiguration teilen, in „WILDFLY_HOME/domain/configuration/domain.xml“.

      Die Konfigurationsdatei enthält für jedes Subsystem einen einzelnen Konfigurationsblock. Einige der häufiger benötigten Subsysteme sind u.a. Datasources zur Verbindung zu Datenbanken, Mail und Logging. Im unteren Part finden sich mit den Interfaces und Socket-Binding-Groups die Konfigurationseinstellungen auf welchen Ports der Wildfly Server Dienste bereit stellt. Hier ist z.B. konfiguriert, das der Server mit den Default-Einstellungen seine Dienste nur auf der lokalen IP-Adresse bereitstellt (localhost – 127.0.0.1)

WildFly – Installieren und als Dienst ausführen

Wildfly- UmgebungsvariableWildfly ist ein Application Server für Java Anwendungen der den Java EE Standard implementiert. Er ist leicht zu installieren, da es ausreicht ein aktuelles Java JRE oder JDK auf dem System zu installieren und das Wildfly Zip-Archiv zu entpackt. Die Systemvariablen sollten um eine Variable „WILDFLY_HOME“ erweitert werden, die auf das Root-Verzeichnis des Wildfly Servers zeigt. (Win7: Rechtsklick Computer -> Eigenschaften -> Erweiterte Systemeinstellungen -> Umgebungsvariablen) (Siehe Screenshot) Unter Linux wird die Systemvariable mit dem Export Befehl gesetzt: „export WILDFLY_HOME=/opt/wildfly/“

Zum Starten des Servers reicht es unter Windows die Datei „standalone.bat“ oder unter Linux die Datei „standalone.sh“ im „bin“ Verzeichnis zu starten. In einer Produktivumgebung empfiehlt es sich WildFly als Windows-Dienst oder Linux Service einzurichten.

Wildfly als Windowsdienst einrichten

Gegenüber dem JBoss AS7 ist die Installation des WildFy Anwendungsservers als Windowsservice sehr einfach, da bereits alles „ab Werk“ mit ausgeliefert wird. Dazu wird lediglich die Batchdatei „WILDFLY_HOME\bin\service\service.bat“ mit dem Parameter „install“ aufgerufen. Die Verwaltung des Dienstes inklusive Starten und Stoppen erfolgt wie gewohnt über die Computerverwaltung. Siehe Screenshot. (Windows7: Rechtsklick Computer Icon -> Verwalten -> Dienste – und Anwendungen Dienste)

Wildfly Windowsservice

Wildfly Windowsservice

WildFly als Linux Service einrichten

Um WildFly als Linux Service einzurichten werden die Skripte aus dem Verzeichnis „WILDFLY_HOME/bin/init.d“ verwendet. In diesem Verzeichnis finden sich die folgenden Skripte:

wildfly-init-redhat.sh: Dieses Skript wird für Red Hat Enterprise Linux Distributions verwendet wie RHEL oder Centos.
wildfly-init-debian.sh: Dieses Skript wird für Debian basierende Distributionen wie Debian oder Ubuntu verwendet.
wildfly.conf: Diese Datei enthält die Konfiguration für die beiden oben genannten Init-Skripte.

1. WildFly nach „/opt/wildfly“ entpacken oder kopieren. z.B. mit WinSCP. Sofern das Java JRE installiert ist, kann der WildFly Server bereits testweise gestartet werden, indem das Shell Skript „WILDFLY_HOME/bin/standalone.sh“ ausgeführt wird.

cd /opt/wildfly/bin/
./standalone.sh
Wenn die Berechtigungen nicht zum Ausführen des Skriptes reichen müssen sie entsprechend gesetzt werden:
chmod 777 standalone.sh

2. Das zur Linux Distribution passende Skript wird in das Verzeichnis „/etc/init.d“ kopiert. Für RHEL sieht dies ausgehend vom Verzeichnis „WILDFLY_HOME/bin/init.d“ wie folgt aus:

cp wildfly-init-redhat.sh /etc/init.d/wildfly

3. Die Konfigurationsdatei „wildfly.conf“ muss in das Verzeichnis „/etc/default/wildfly“ kopiert werden, damit das Startskript sie findet:

mkdir /etc/default/wildfly
cp wildfly.conf /etc/default/wildfly

4. Anschließend wird die Konfigurationsdatei angepasst. Dazu kann der Editor Nano oder vi genutzt werden:

nano /etc/default/wildfly/wildfly.conf

Der Pfad zum Java JDK und der User unter dem der Wildfly Service ausgeführt werden sollen müssen entsprechend angepasst werden. Ein neuer User kann mit dem Befehl „adduser“ angelegt werden:

JAVA_HOME=/usr/java/jdk1.7.0_21
# Location of WildFly
JBOSS_HOME=/usr/share/wildfly.8.0.0.Final
# The username who should own the process.
JBOSS_USER=wildfly
# The mode WildFly should start, standalone or domain
JBOSS_MODE=standalone
# Configuration for standalone mode
JBOSS_CONFIG=standalone.xml

5. Als nächstes wird dem Befehl „chkconfig“ das Wildfly Skript als Dienst eingerichtet. Der zweite Befehl setzt die Runlevel in denen der Dienst gestartet wird.

chkconfig --add wildfly
chkconfig --level 2345 wildfly on

6. Sofern alles richtig konfiguriert ist lässt sich der WildFly Service wie folgt starten und stoppen:

service wildfly start
service wildfly stop

Pentaho Reporting – Localisation (i18n)

Der Pentaho Report Designer ermöglicht mit den Resource-Labeln eine Internationalisierung (i18n) der Reports. Dabei erhalten die Resource-Label einen Schlüssel/Key über den die jeweils gewünschte Übersetzung in der zur Sprache gehörenden Properties-Datei nachgeschlagen wird. Folgende Schritte sind nötig um den Report mehrsprachig zu erstellen:

Penatho_Report_i18n

1. Resource-Label in den Report einfügen.

2. Anschließend wird das Resource-Label konfiguriert. Die Einstellungen werden im rechten unter Fenster Attributes vorgenommen. Siehe Screenshot.

2.1. Der Name des Resouce Bundles (Properties-Datei) die in Punkt 3 angelget wird muss in das Attribut „resource-identifier“. In der Standardeinstellung sollte hier der Wert „translations“ verwedet werden. (Der Name der Properties-Datei ohne de Suffix *.properties)

2.2. Das Attribut „Name“ stellt den Schlüssel dar, der in der Properties-Datei nachgeschlagen wird. In diesem Fall heißt er „propertyValue“.

3. Nun wird ein Resource-Bundle angelegt in dem die Schlüssel nachgeschlagen werden. Dazu wird der Resource Deitor (File -> Resource) verwendet. Hier wird, falls noch nicht vorhanden, eine Properties-Datei mit dem Namen „translations.properties“ angelegt. In der Datei werden die Übersetzungen nach dem Schema „Schlüssel = Angezeigter Wert“ abgelegt.

4. Übersetzung für andere Sprachen
Übersetzungen für andere Sprachen werden angelegt, indem Resource-Bundles mit entsprechender Sprachekennung angelegt werden. z.B. „translations_en.properties“ oder „translations_de.properties“. Wird für die Sprache für die der Report aufgerufen wird kein Resource Bundle gefunden, so findet ein Fallback auf das translations.properties Bundle statt.

Wird der Report in eine Java Anwendung integriert wird die Locale an den MasterReport Übergeben:

      final MasterReport report = ... Report Template (.prpt) laden ...
      ((DefaultReportEnvironment) report.getReportEnvironment()).setLocale(locale);

Pentaho Reporting – Visuelle Darstellung einer Tabelle

Der Pentaho Report Designer bietet kein „Tabellenwerkzeug“ an. Um nun eine Tabelle mit gezeichneten Linien darzustellen hat sich folgender Weg als praktikabel herausgestellt. Dabei wird die Tabelle gezeichnet indem für das Datenband der Rahmen eingestellt wird und die vertikalen Linien durch Rechtecke mit der Höhe 100% und Breite 0 gezeichnet werden. Das Ergebnis kann dann so aussehen:
Pentaho Report DesignerTabelle mit sichtbaren Linien

1. Layout einstellen:
Als Layout für das Band in dem die Daten dargestellt werden (meist „Details“) kann das Row-Layout gewählt werden. Dadurch wird sichergestellt, das die Elemente alle bündig nebeneinander angeordnet werden. Das Standard Canvas Layout funktioniert aber auch.

2. Das Daten-Band und dessen Header-Band mit Linien einrahmen:
Dazu im Fenster „Structure“ (rechts oben) das Band auswählen und im Tab „Style“ im Abschnitt „border“ die 4 Borders auf solid mit einer Size von 0,5 setzen. Bei dem Datenband die obere Border nicht setzen, damit diese nicht doppelt gezeichnet wird. Sie wird durch die Umrandung des im Header-Band gebildet.

3. Vertikale Linien einfügen:
Dazu kann nicht die vertikale Linie aus den Komponenten am linken Rand verwendet werden, da diese nicht mit der Höhe der Felder skaliert. Stattdessen muss das Rechteck genommen werden und dessen „width“ auf 0 gesetzt wird und die „height“ auf 100%.

4. Datenfelder hinzufügen:
Die Datenfelder können einfach aus der Datenquelle im Data Tab in das Band gezogen werden. Damit die Felder die Daten bei Überlänge nicht abschneiden muss bei den Datenfeldern die dynamische Höhe aktiviert werden: Element auswählen -> Style Tab -> Abschnitt size & position -> dynamic-height = true
Ggf. noch bei dem Textfield padding -> bottom einstellen, damit der Text nicht genau mit der unteren Linie abschließt

Pentaho Report Designer - Konfigurieren der Linien

Pentaho Reporting – Verwendung von Parametern

Durch die Verwendung von Parametern können Reports dynamsich gestaltet werden. Beispielhaft wird dies hier an einem Report, der Informationen zu einem Kunden ausgibt, gezeigt. Der Report wird so erstellt, das er die Kundennummer als Parameter entgegen nimmt und mit dessen Hilfe Informationen zu dem Kunden anzeigt.

Parameter in den Report einfügen

Pentaho Reports können ein oder mehrere Parameter hinzugefügt werden, für die unterschiedliche Datentypen zur Verfügung stehen. Häufig verwendet wird der Typ Number um den Primärschlüssel eines Datensatzes aus der Datenbank an den Report zu übergeben. Dieser kann dann mit dem Primärschlüssel die benötigten Informationen laden und im Report anzeigen.
Ebenso ist es möglich Parameter als Felder im Report zu verwenden in dem sie einfach per Drag and Drop auf den Report gezogen werden.
Hinzugefügt werden Parameter im Pentaho Report Designer über das Data Tab und dort im Abschnitt Parameters. Ein Rechtsklick öffnet dort ein Menü in dem die Parameter hinzugefügt und bearbeitet werden könne. Weitere Details können dem folgenden Screenshot entnommen werden:
Pentaho Report Designer - Paramter hinzufügen

Parameter in Queries nutzen

Wie bereits angesprochen können Parameter auch in die SQL Abfragen des Reports eingebaut werden. Dazu wird der Paramter mit der Syntax ${PARAMETER_NAME} in das SQL Query integriert. Detailliert ist dies im folgenden Screenshot zu sehen:
Pentaho Report Designer - Parameter in Datenbankabfrage integrieren

Parameter in Subreports

Um Parameter in Subreports zu verwenden müssen diese zunächst in den Subreport importiert werden. Dazu gibt es im Subreport bei den Parametern den Abschnitt „Import Paramter“. Hier kann festgelegt werden welche Parameter aus dem Hauptreport importiert werden sollen und wie diese in dem Subreport heißen sollen. Der Einfachheit halber empfiehlt es sich die Namen in beiden Reports gleich zu wählen.
Hat man einen Report mit vielen Parametern und möchte alle in einen Subreport übertragen kann man sich das umfangreiche Mapping sparen indem als Importparameter der Platzhalter „*“ gewählt wird. Dadurch stehen alle Parameter im Subreport unter gleichem Namen wie im Hauptreport zur Verfügung.
Pentaho Report Designer - Paramter in Subreports verwenden

Pentaho Reporting – Datenbankabfrage und Integration der Ergebnisse in den Report

Jeder Report visualisiert die Datenmenge genau einer Datenbankabfrage. Sollen weitere Daten angezeigt werden können beliebig viele Subreports mit eigenen Datenbankabfragen eingefügt werden. Das Anlegen einer Datenbankabfrage geht dabei wie folgt:

1. Zunächst muss eine Datenquelle eingerichtet werden.
2. Über die hinzugefügte Datenquelle im Tab „Data Sets“ kann dann die Datenbankabfrage hinzugefügt werden. Rechtsklick auf die Datenquelle -> Edit Datasource. Siehe Screenshot. (Zum vergrößern anklicken)

Pentaho Report Designer - Datenfelder in den Report einfügen

3. Das SQL Query für die Datenbankabfrage kann in dem Tab „Static Query“ eingefügt werden. Siehe obigen Screenshot. Als Entwicklungshilfe für die Datenbankabfrage bietet der Pentaho Report Designer einen grafischen Query Designer der über das Stiftsymbol erreicht werden kann. Siehe den unten aufgeführten Screenshot:
Pentaho Report Designer - SQL Query Designer

4. Nachdem die Abfrage in den Report eingefügt wurde können die einzelnen Datenfelder, aus dem Select des SQL Queries, einfach per Drag and Drop in den Report gezogen werden.

Pentaho Reporting – Datenquelle einrichten

Der Pentaho Report Designer (PRD) lässt sich mit allen Datenbanken verbinden zu denen es JDBC Treiber gibt. Außerdem können einige weitere Datenquellen angebunden werden. Als NoSQL Datenbank wird die bekannte MongoDB unterstützt. Exemplarisch wird hier die Verbindung zu einer MySQL Datenbank gezeigt:

1. Treiber für die entsprechende Datenbank herunterladen und in das Verzeichnis“..\PenthaoReportDesigner\lib\jdbc\“ entpacken. Für MySQL heißt der Treiber Connector/J und kann hier als Plattform Independent Treiber in Form einer JAR-Datei (mysql-connector-java-5.1.30-bin.jar) heruntergeladen werden.

2. Im PRD oben rechts im Tab „Data“ einen Rechtsklick auf „Data Sets“ machen und JDBC wählen.

3. Im Fenster „JDBC Data Connection“ kann über das „+“ eine neue Verbindung hinzugefügt werden oder die „Custom Connection“ angepasst werden.

4. Im darauf folgenden Fenster wird die Datenbank ausgewählt und deren Zugangsdaten eingegeben. Für eine MySQL Datenbank sind dies die IP-Adresse des DB Server (127.0.0.1 oder localhost für eine lokale DB) und der Port 3306. Als Benutzer kann der root Benutzer mit entsprechenden Passwort gewählt werden.

5. Soll der Report in einem Pentaho BI Server oder einem Java Programm genutzt werden, sollte die Datenbankverbindung über einen JNDI Lookup erfolgen. So kann die DB-Verbindung für alle Reports zentral verwaltet werden.

Die JDBC Einrichtung zeigt folgender Screenshot:

Pentaho Report Designer - Datenbankverbindung einrichten

Die Verbindung zur Datenbank kann alternativ auch als „Generic Database“ hergestellt werden. Dazu wird der Connection String, Benutzer und Passwort der DB und der Name des Treibers angegeben. Einige Connection Strings sind unten aufgeführt:

Datenbank Connection String Treiber Classname
IBM DB2 jdbc:db2://HOST:PORT/DB COM.ibm.db2.jdbc.app.DB2Driver
Microsoft SQL Server jdbc:weblogic:mssqlserver4:DB@HOST:PORT weblogic.jdbc.mssqlserver4.Driver
Oracle Thin jdbc:oracle:thin:@HOST:PORT:SID oracle.jdbc.driver.OracleDriver
Firebird (JCA/JDBC Driver) jdbc:firebirdsql:[//HOST[:PORT]/]DB org.firebirdsql.jdbc.FBDriver
Microsoft SQL Server (JTurbo Driver) jdbc:JTurbo://HOST:PORT/DB com.ashna.jturbo.driver.Driver
Microsoft SQL Server (Sprinta Driver) jdbc:inetdae:HOST:PORT?database=DB com.inet.tds.TdsDriver
MySQL (Connector/J) jdbc:mysql://HOST:PORT/DB org.gjt.mm.mysql.Driver
Oracle OCI 8i jdbc:oracle:oci8:@SID oracle.jdbc.driver.OracleDriver
Oracle OCI 9i jdbc:oracle:oci:@SID oracle.jdbc.driver.OracleDriver
PostgreSQL (v6.5 and earlier) jdbc:postgresql://HOST:PORT/DB postgresql.Driver
PostgreSQL (v7.0 and later) jdbc:postgresql://HOST:PORT/DB org.postgresql.Driver
Sybase (jConnect 4.2 and earlier) jdbc:sybase:Tds:HOST:PORT com.sybase.jdbc.SybDriver
Sybase (jConnect 5.2) jdbc:sybase:Tds:HOST:PORT com.sybase.jdbc2.jdbc.SybDriver

Pentaho Reporting – Installation und Einführung

Pentaho Reporting ist eine OpenSource Reporting Lösung. Sie erlaubt das Erstellen von Reports (Berichten) für alle Datenquellen für die es JDBC Treiber gibt. Dazu zählen nahezu alle bekannten relationalen Datenbanken wie MySQL, MS SQL und Oracle. Die Pentaho Reporting Engine unterstützt mit PDF, Excel, HTML, Text, Rich-Text-File, XML und CSV verschiedene Ausgabeformate. Die Reports werden mit dem Pentaho Report Designer (PRD) erstellt welcher kostenlos herunterladen werden kann.

In diesem Kickoff Artikel wird kurz die Installation beschrieben und auf die Programmoberfläche eingegangen. Die weiteren Artikel beschreiben die Arbeit mit dem Pentaho Report Designer. Folgende Artikel sind bereits erschienen:

Inhaltsverzeichnis

Installation

Der Pentaho Report Designer setzt eine Java JRE voraus. Sofern diese noch nicht vorhanden ist muss es zunächst auf dem Computer installiert werden. Die eigentliche „Installation“ des Pentaho Report Designers besteht lediglich darin den Designer mit einem Zip Programm zu entpacken. Der Start erfolgt unter Windows über die Datei „report-designer.bat“.



Programmoberfläche

Der PRD erlaubt das grafische Erstellen von Reports. Die einzelnen Datenfelder und Designelemente können per Drag and Drop auf den Report gezogen werden. Einige der wesentlichen Funktionen werden kurz in folgendem Screenshot vorgestellt:
Penatho Report Programmoberfläche

Raspberry Pi – GPS Empfänger einrichten und mit Java auswerten

Für einige Projekte, z.b: im CarComputer-Bereich, wird die aktuelle GPS Position benötigt. Dazu kann an den Raspberrry Pi ein USB GPS Empfänger angeschlossen und ausgewertet werden. Die meisten der für den USB-Port erhältlichen GPS-Mäuse melden sich als serielles Gerät an und werden von dem Raspberry Pi ohne Treiberinstallation automatisch erkannt. Empfehlenswert ist der GlobalSat BU-353-S4 GPS-USB-Empfänger. Er bietet mit dem SirfStar 4 Chip eine sehr gute Empfangsleistung. Der Zugriff auf die GPS Daten kann über die Tool Suite gpsd erfolgen.

GPS Empfänger einrichten

Wird der GPS-Empfänger an den Raspberry Pi angeschlossen muss er in der Liste der USB Geräte auftauchen. Diese kann mit dem Befehl „lsusb“ aufgerufen werden.

root@raspberrypi:~# sudo lsusb
Bus 001 Device 002: ID 0424:9512 Standard Microsystems Corp.
Bus 001 Device 001: ID 1d6b:0002 Linux Foundation 2.0 root hub
Bus 001 Device 003: ID 0424:ec00 Standard Microsystems Corp.
Bus 001 Device 004: ID 067b:2303 Prolific Technology, Inc. PL2303 Serial Port

Je nach Hersteller ist des GPS-Empfängers unterscheidet sich die Bezeichnung des Gerätes. In diesem Fall ist es das Gerät „Prolific Technology, Inc. PL2303 Serial Port“.
Raspbian weißt dem Gerät automatisch einen virtuellen USB Port zu. Welcher Port zugewiesen wurde kann aus dem Syslog gelesen werden mit dem Befehl: „sudo tail -f /var/log/syslog“. Hier wurde der Port „ttyUSB0“ zugewiesen. Die Logdatei kann wie die meisten Konsolen Programme mit Strg+C beendet werden:

root@raspberrypi:/dev# sudo tail -f /var/log/syslog
Apr  7 17:55:11 raspberrypi kernel: [4926303.396898] usb 1-1.3: New USB device strings: Mfr=0, Product=0, SerialNumber=0
Apr  7 17:55:11 raspberrypi kernel: [4926303.452197] usbcore: registered new interface driver usbserial
Apr  7 17:55:11 raspberrypi kernel: [4926303.454106] usbcore: registered new interface driver usbserial_generic
Apr  7 17:55:11 raspberrypi kernel: [4926303.455879] USB Serial support registered for generic
Apr  7 17:55:11 raspberrypi kernel: [4926303.455924] usbserial: USB Serial Driver core
Apr  7 17:55:11 raspberrypi kernel: [4926303.465107] usbcore: registered new interface driver pl2303
Apr  7 17:55:11 raspberrypi kernel: [4926303.465828] USB Serial support registered for pl2303
Apr  7 17:55:11 raspberrypi kernel: [4926303.465944] pl2303 1-1.3:1.0: pl2303 converter detected
Apr  7 17:55:11 raspberrypi kernel: [4926303.477427] usb 1-1.3: pl2303 converter now attached to ttyUSB0

Um die von dem GPS-Empfänger empfangen GPS-Koordinaten auszulesen empfehlen sich unter Linux die bereits angesprochenen gpsd Tools. Diese können mit folgendem Befehl installiert werden:

sudo apt-get install gpsd gpsd-clients python-gps

Der gpsd Daemon wird wie folgt gestartet:

sudo gpsd /dev/ttyUSB0 -F /var/run/gpsd.sock -G

Das Flag „-G“ sorgt dafür, das der Server unter allen IP-Adressen auf Port 2947 erreichbar ist und nicht nur unter localhost. Unter Windows kann dies z.B. mit Telnet getestet werden. (Telnet muss ab Windows 7 über „Programme und Funktionen“ in der Systemsteuerung nachinstalliert werden)

telnet IP_ADRESSE_RASPI 2947

Für den GlobalSat Empfänger kann es notwendig sein sein Binärprotokoll nach NMEA zu ändern damit dieses korrekt von gpsd verarbeitet wird. Dies kann mit dem Befehl „gpsctl -n“ erreicht werden.

Anzeige der GPS Daten

Die GPS-Daten können auf der Konsole mit dem Programm „cgps“ angezeigt werden. Dabei ist zu beachten das der GPS Empfänger freie Sicht zum Himmel benötigen um Daten zu empfangen.
cgps

sudo cgps -s

Mit dem Befehl „xgps“ steht ein grafische Programm zur Verfügung. Ist an dem Raspberry Pi kein Monitor angeschlossen kann die Ausgabe grafischer Programme auch über SSH erfolgen wie es in diesem Artikel beschrieben.
xgps

sudo xgps

Mit dem Programm „gpsmon“ der gpsd Toolsuite lassen sich die vom GPS Empfänger gesendet Rohdaten, meist in Form von NMEA Sätzen, live auf der Console sehen. Somit kann wunderbar überprüft werden ob Daten empfangen werden.

sudo gpsmon

NMEA_GPSMON

Auslesen der GPS-Daten in Java

Gpsd stellt die GPS-Daten in JSON codierter Form auf Port 2947 bereit. Dieses können über eine TCP/IP Socketverbindung auslesen werden. Vereinfacht wird dies unter Java mit der Library GPSd4java.

Allerdings war die Library bei mir nicht direkt lauffähig. Ich musste über die Socket-Verbindung zunächst einen Befehl schicken, der die JSON-Ausgabe der GPS-Daten startet.

?WATCH={"enable":true,"json":true};

java_gpsd_testclientDanach können mit der Library die Daten sehr gut ausgelesen werden. Dazu habe ich das kleine, auf dem Screenshot abgebildete, Java Programm geschrieben:

Download ausführbares Programm „jGpsdTest“:


Download des Source-Codes: