Home Assistent – Systemmonitor für CPU, RAM, HDD etc.

Mit dem in Home Assistent integrierten Sensor Systemmonitor lassen sich auf einfache weise CPU und Arbeitsspeicher Auslastung sowie Festplattenverbrauch anzeigen sowie weitere Werte anzeigen. Eine komplette Übersicht über die möglichen Sensoren findest du auf der Systemmonitor Seite.

Der Systemmonitor muss in die Konfigurationsdatei „/config/configuration.yaml“ als Sensor eingetragen werden. Dazu kann z.B. das nachträglich zu installierende Plugin „File Editor“ verwendet werden. „Supervisor -> Installierte Add-ons -> File Editor“. Ist der File Editor noch nicht installiert kann dies im Add-on Store nachgeholt werden.

sensor:
  - platform: systemmonitor
    resources:
      - type: processor_use
      - type: processor_temperature
      - type: load_1m		
      - type: load_5m		
      - type: load_15m	
      - type: memory_free
      - type: memory_use
      - type: memory_use_percent
      - type: disk_use
        arg: /
      - type: disk_free
        arg: /
      - type: disk_use_percent
        arg: /
      - type: network_in
        arg: eth0
      - type: network_out
        arg: eth0
      - type: last_boot

In der „Übersicht“ können die neuen Sensoren nun z.B. mit einer „Elemente“ Karte hinzugefügt werden. Diese verfügt auch über einen Code Editor in dem der unten stehende Code für die Sensor Entities übernommen werden kann. Wer es etwas Facy haben will schaut sich einmal History Graph an.

type: entities
entities:
  - entity: sensor.last_boot
  - entity: sensor.disk_free
  - entity: sensor.disk_use
  - entity: sensor.disk_use_percent
  - entity: sensor.processor_temperature
  - entity: sensor.processor_use_percent
  - entity: sensor.load_1m
  - entity: sensor.load_5m
  - entity: sensor.load_15m
  - entity: sensor.network_in_eth0
  - entity: sensor.network_out_eth0
title: Systemmonitor

Home Assistent (Hass.io) Installation auf dem Raspberry Pi

Mit Hass.io steht für den Raspberry Pi eine einfach zu installierende Home Assistant Version zu Verfügung. Bei Hass.io handelt es sich um komplett Paket aus Linux Betriebssystem und bereits installiertem Home Assistant. Home Assistant ist Open Source und biete eine herstellerübergreifende Integration von Smarthome Komponenten. Das System lässt sich einfach über eine Weboberfläche verwalten, aktualisieren und mit Add-ons, die über einen „Add-on Store“ bereit gestellt werden, erweitern.

Inhaltsverzeichnis

Hardware

Home Assistant läuft auf dem Raspberry Pi ab Version 3. Da das System 24/7 läuft ist der Raspberry Pi mit seinem geringen Strombedarf die perfekte Basis für die Smarthome zentrale. Ihr braucht folgende Komponenten:

Installation

Die Basis Installation von Hass.io ist sehr einfach. Du must nur das passende Image auf eine SD Karte schreiben und deinen Raspberry Pi damit starten. Zum Schreiben des Images kannst du die Software Balena Etcher verwenden. Sie erlaubt dir das Schreiben von Image Dateien von der Festplatte oder kann alternativ diese auch selber herunterladen.

Alle Hass.io Releases sind auf GitHub verfügbar. Hier kannst du das Image passend zu deinem Raspberry Pi herunterladen. Für einen Raspberry Pi 4 wäre dies z.B. die Datei „haos_rpi4-6.2.img.xz“. Wir wählen den Weg Etcher das Image für uns herunterzuladen „Flash from URL“ und kopieren daher nur den Download Link von Github und fügen ihn in Etcher ein:

Etcher lädt nun das Image herunter. Über „Select Target“ kann dann die Ziel SD Card ausgewählt werden. Häufig ist diese auch schon korrekt vor belegt wenn nur eine SD Karte im System gefunden wurde.

Mit einem Klick auf „Flash!“ startet dann der eigentlich Schreibvorgang auf die SD Card.

Wenn alles geklappt hat solltest du diesen Screen bekommen

Nachdem Hass.io auf die SD Kargte geschrieben wurde must du nur noch die SD Karte in den Raspberry Pi stecken, das Netzwerkkabel einstecken und ihn anschließend durch einstecken des Stromkabels starten.

Nach einigen Minuten solltest du Home Assistant über den Browser erreichen. Die Adresse ist „homeassistant.local:8123“ oder „homeassistant:8123“. Solltest du nicht auf Home Assistant kommen, probiere ihn direkt über die IP Adresse (http://X.X.X.X:8123) die der Raspberry Pi von deinem Router bekommen hat zu erreichen. Viele Router wie z.B. die Fritzbox bieten eine Übersichtseite über alle verbundenen Geräte mitsamt ihren IP Adressen.

Raspberry Pi – Hausautomatisierung mit Domoticz und Home Easy

RaspberryPi_RFXCOMRFXCOMDer folgende Artikel stellt den Aufbau einer Hausautomatisierung mit dem Raspberry Pi vor. Das System nutzt die Open Source Software Domoticz, die über einen 433 Mhz Transceiver der Firma RfxCom unterschiedlichste Hausautomatisierungs-Komponenten aus der Serie Home Easy der Firma ELRO steuern kann. Dazu zählen insbesondere Funksteckdosen, Thermometer, Bewegungsmelder oder Helligkeitssensoren.

Domoticz-Installation

Home Easy Funksteckdose

Home Easy Funksteckdose

Domoticz gibt es für Windows und Linux. Für den Raspberry Pi existiert ein vorkonfiguriertes Linux Images das mit der Software Win32 Imager auf eine SD Karte geschrieben werden kann. Soll Domoticz auf einem bestehenden Debian / Raspbian Linux installiert werden folgen Sie am besten der Anleitung im Domoticz Wiki. Detaillierte Informationen bietet auch das Domoticz Handbuch

Domoticz-Konfiguration

Domoticz bringt eine moderne HTML 5 Web Oberfläche mit, die sich dynamisch an das jeweilige Gerät (Desktop, Tablet, Smartphone) anpasst. Dazu wird ein aktueller Browser benötigt. IE User benötigen die Version 10+. Die Domoticz Web GUI ist über Port 8080 des Raspberry Pi erreichbar:

http://IP_ADRESSE_RASPI:8080

Auf der Startseite können die wichtigsten Komponenten des Hausautomatisierungssystems in Form von Kacheln abgelegt werden:

Domoticz - Dashboard

Domoticz – Dashboard

Als erstes sollte nach der Installation von Domoticz in den Einstellungen der RfxCom Sender konfiguriert werden. Im Normalfall ist der 433 Mhz Sender an den USB Port „dev/ttyUSB0“ angeschlossen und ermöglicht dem System die Verbindung zu den Funksteckdosen und weiteren Hausautomatisierungs-Komponenten.

Domoticz - Hardware RfxCOM

Domoticz – Hardware RfxCOM

Anlernen der Funksteckdosen

1. Zunächst muss eine Home Easy Fernbedienung mit der Steckdose verbunden werden. Dazu drücken Sie die „LEARN“ Taste bei eingesteckter Dose für 3 Sekunden. Die Status LED der Funksteckdose blinkt danach und signalisiert damit die Empfangsbereitschaft für einen neuen Sendercode.
2. Anschließend wird auf der Funkverbindung die On und danach die Off Taste gedrückt die mit der Funksteckdose verbunden werden sollen.
3. Die Funksteckdose muss nun über die Fernbedienung schaltbar sein. Sollen alle angelernten Codes in der Funksteckdose gelöscht werden, so muss die „LEARN“-Taste für 6 Sekunden gedrückt werden.

Integration in Domoticz:

4. Um die Funksteckdose in Domoticz zu integrieren gibt es im Tab „Switches“ einen Button „Learn Light/Switch“. Dieser wird gedrückt und anschließend die Taste der Steckdose auf der Fernbedienung die in das System integriert werden soll.

Die Funksteckdosen können mit dem System auch zeitgesteuert geschaltet werden:

Domoticz - zeitgesteuert Schalten

Domoticz – zeitgesteuert Schalten

Temperaturwerte erfassen und visualisieren

In dem Temperatur-Tab der Software werden die Temperaturen mehrerer Funk Temperatursender in Form Diagrammen dargestellt. Die Temperaturen werden im Tages-, Monats- und Jahresverlauf dargestellt. DerTemperatursender TFA 30.3150 wird von Domoticz automatisch erkannt.

Domoticz - Temperaturdiagramme

Domoticz – Temperaturdiagramme

Fazit

Das System ist bei mir bereits mehrere Monate im Einsatz und funktioniert sehr gut. Durch die Kombination von dem fertigen RfxCom Transmittter / Receiver und der Open Source Software ist schnell eine lauffähige Hausautomatisierung aufgebaut. Domoticz bietet eine API mit einer Rest-Schnittstelle über die mit JSON-Formatierten-Befehlen der Status einzelner Komponenten abgefragt und geändert werden kann. Dadurch sind eigene Entwicklungen die an das System „andocken“ möglich.
Wer gerne etwas mehr bastelt und Zeit investieren möchte kann auch einen günstigen 433 Mhz Sender nehmen und diesen an die GPIO Pins des Raspberry Pi anschließen. Als Software bietet sich dafür die Open Source Software pilight an.