Home Assistant – Netzwerkfreigaben für Dateien mit Samba

Um auf die Konfigurationsdateien auf dem Home Assistant direkt unter Windows zugreifen zu können, empfiehlt es sich, diese per Netzwerkfreigabe zur Verfügung zu stellen. Unter Linux sorgt die Samba für die Unterstützung des SMB/CIFS Protokolls für die Netzwerkfreigaben. Samba kannst du einfach als Erweiterung aus dem Home Assistant Add-On Store laden:

Einstellungen -> Add-ons, Backups & Supervisor -> Add-on Store 
-> "Samba" (Im Suchfeld eingeben) -> Installieren

In der Konfiguration des Plugins musst du dann noch dein Arbeitsgruppen-Namen deines Windows Netzwerkes eintragen, sowie deinen Windows-Account, mit dem du dich auf die Home Assistant Netzwerkfreigabe verbinden möchtest. Bei den „Allowed Hosts“ kannst du die Netzwerksegmente einstellen, die Zugriff erhalten. In der Regel fällt dein privates Netzwerk bereits in den unten angegebenen Bereich.

workgroup: WORKGROUP
username: USER
password: PASSWORD
allow_hosts:
  - 10.0.0.0/8
  - 172.16.0.0/12
  - 192.168.0.0/16
veto_files:
  - ._*
  - .DS_Store
  - Thumbs.db
  - icon?
  - .Trashes
compatibility_mode: false
interface: eth0

Nun ist alles eingerichtet und du kannst einfach auf die Dateien des Home Assistant zugreifen, indem du im Windows Dateiexplorer den UNC Pfad deines Home Assistant eingibst.

\\IP_ADRESSE_HOME_ASSISTANT

Unter „Computer -> Netzlaufwerk verbinden“ kannst du der Netzwerkfreigabe auch einen permanenten Laufwerksbuchstaben zuweisen.

Die zentrale Konfiguration von Home Assistant findest du im Verzeichnis „config“ in der Datei „configurations.yaml“. Custom Components werden im Verzeichnis „config/custom_components“ abgelegt. Diese können komfortabel mit HACS installiert werden, oder manuell in das Verzeichnis kopiert werden.

Home Assistant – Browserbasierte Konfiguration

Die Konfiguration von Home Assistant erfolgt mittels YAML Syntax in der Datei „/config/configuration.yaml“. Wenn YAML für dich neu ist der wichtige Hinweis, dass die Verschachtelung über Leerzeichen erreicht wird und diese daher für eine korrekt formatierte Datei wichtig ist. Achte also immer auf die Einrückungen.

Du kannst die Datei direkt auf deinem Home Assistant Server editieren. z.B. indem du auf diesen mittels SSH, FTP oder Samba (CIFS Windows Share) zugreifst. Komfortabler geht dies aber direkt über die Home Assistant Weboberfläche mithilfe des „File Editor“ Plugins. Das Plugin zeigt dir auch oben rechts mit einem roten Icon wenn deine Datei nicht YAML konform ist.

Das Plugin ist Ruck Zuck installiert:

Einstellungen -> Add-ons, Backups & Supervisor -> Add-on Store -> "File Editor" (Im Suchfeld eingeben) -> Installieren

Ein Klick auf „Benutzeroberfläche öffnen“ startet den Editor.

Das Ordnersymbol oben rechts lässt dich die zentrale Konfigurationsdatei „/config/configuration.yaml“ auswählen.

Home Assistent – Systemmonitor für CPU, RAM, HDD etc.

Mit dem in Home Assistent integrierten Sensor Systemmonitor lassen sich auf einfache weise CPU und Arbeitsspeicher Auslastung sowie Festplattenverbrauch anzeigen sowie weitere Werte anzeigen. Eine komplette Übersicht über die möglichen Sensoren findest du auf der Systemmonitor Seite.

Der Systemmonitor muss in die Konfigurationsdatei „/config/configuration.yaml“ als Sensor eingetragen werden. Dazu kann z.B. das nachträglich zu installierende Plugin „File Editor“ verwendet werden. „Supervisor -> Installierte Add-ons -> File Editor“. Ist der File Editor noch nicht installiert kann dies im Add-on Store nachgeholt werden.

sensor:
  - platform: systemmonitor
    resources:
      - type: processor_use
      - type: processor_temperature
      - type: load_1m		
      - type: load_5m		
      - type: load_15m	
      - type: memory_free
      - type: memory_use
      - type: memory_use_percent
      - type: disk_use
        arg: /
      - type: disk_free
        arg: /
      - type: disk_use_percent
        arg: /
      - type: network_in
        arg: eth0
      - type: network_out
        arg: eth0
      - type: last_boot

In der „Übersicht“ können die neuen Sensoren nun z.B. mit einer „Elemente“ Karte hinzugefügt werden. Diese verfügt auch über einen Code Editor in dem der unten stehende Code für die Sensor Entities übernommen werden kann. Wer es etwas Facy haben will schaut sich einmal History Graph an.

type: entities
entities:
  - entity: sensor.last_boot
  - entity: sensor.disk_free
  - entity: sensor.disk_use
  - entity: sensor.disk_use_percent
  - entity: sensor.processor_temperature
  - entity: sensor.processor_use_percent
  - entity: sensor.load_1m
  - entity: sensor.load_5m
  - entity: sensor.load_15m
  - entity: sensor.network_in_eth0
  - entity: sensor.network_out_eth0
title: Systemmonitor

Home Assistent (Hass.io) Installation auf dem Raspberry Pi

Mit Hass.io steht für den Raspberry Pi eine einfach zu installierende Home Assistant Version zu Verfügung. Bei Hass.io handelt es sich um komplett Paket aus Linux Betriebssystem und bereits installiertem Home Assistant. Home Assistant ist Open Source und biete eine herstellerübergreifende Integration von Smarthome Komponenten. Das System lässt sich einfach über eine Weboberfläche verwalten, aktualisieren und mit Add-ons, die über einen „Add-on Store“ bereit gestellt werden, erweitern.

Inhaltsverzeichnis

Hardware

Home Assistant läuft auf dem Raspberry Pi ab Version 3. Da das System 24/7 läuft ist der Raspberry Pi mit seinem geringen Strombedarf die perfekte Basis für die Smarthome zentrale. Ihr braucht folgende Komponenten:

Installation

Die Basis Installation von Hass.io ist sehr einfach. Du must nur das passende Image auf eine SD Karte schreiben und deinen Raspberry Pi damit starten. Zum Schreiben des Images kannst du die Software Balena Etcher verwenden. Sie erlaubt dir das Schreiben von Image Dateien von der Festplatte oder kann alternativ diese auch selber herunterladen.

Alle Hass.io Releases sind auf GitHub verfügbar. Hier kannst du das Image passend zu deinem Raspberry Pi herunterladen. Für einen Raspberry Pi 4 wäre dies z.B. die Datei „haos_rpi4-6.2.img.xz“. Wir wählen den Weg Etcher das Image für uns herunterzuladen „Flash from URL“ und kopieren daher nur den Download Link von Github und fügen ihn in Etcher ein:

Etcher lädt nun das Image herunter. Über „Select Target“ kann dann die Ziel SD Card ausgewählt werden. Häufig ist diese auch schon korrekt vor belegt wenn nur eine SD Karte im System gefunden wurde.

Mit einem Klick auf „Flash!“ startet dann der eigentlich Schreibvorgang auf die SD Card.

Wenn alles geklappt hat solltest du diesen Screen bekommen

Nachdem Hass.io auf die SD Kargte geschrieben wurde must du nur noch die SD Karte in den Raspberry Pi stecken, das Netzwerkkabel einstecken und ihn anschließend durch einstecken des Stromkabels starten.

Nach einigen Minuten solltest du Home Assistant über den Browser erreichen. Die Adresse ist „homeassistant.local:8123“ oder „homeassistant:8123“. Solltest du nicht auf Home Assistant kommen, probiere ihn direkt über die IP Adresse (http://X.X.X.X:8123) die der Raspberry Pi von deinem Router bekommen hat zu erreichen. Viele Router wie z.B. die Fritzbox bieten eine Übersichtseite über alle verbundenen Geräte mitsamt ihren IP Adressen.