Elektronische Bauteile

Widerstände

Widerstände werden dazu eingesetzt um den Stromfluß zu begrenzen. Es ist es egal an welcher Seite Plus oder Minus angelegt wird. Den Widerstand berechnet man nach der Formel R = U / I. Um den Vorwiderstand für Leuchtdioden auszurechenen findest du weiter unten ein Formular. Widerstände sind recht robuste Bauteile, die einem eine längere Lötzeit meist nicht übel nehmen. Sollte man Lötneuling sein, und eine größere´Schaltung zusammenlöten, empfiehlt es sich mit den Widerständen anzufangen um ein wenig Ãœbung zu bekommen. Wikipedia Wiederstand

Dioden

Die Dioden sind Einbahnstraßen für den Strom, d.h sie lassen den Strom nur in eine Richtung durch und zwar von der Anode zur Kathode. In die andere Richtung wird der Strom gesperrt. An der Diode fällt eine gewisse Spannung ab. Die Ausgangsspannung ist daher um ca. 0.7 Volt kleiner als die an der Anode angelegte Eingangsspannung. Damit man die Diode in der gewünschten Richtung in den Stromkreislauf einbauen kann, wird die Kathode mit einem schwarzen oder weißen Ring makiert.Wikipedia Diode

Leuchtdiode (LED)

led
Die Leuchtdiode, auch LED(Light Emitting Diode) genannt, ist eine Halbleiterdiode, die beim Betrieb in Durchlaßrichtung Licht erzeug t(emittiert). Dabei gibt ein Halbleiterkristall ein Lichtsignal ab, das durch die linsenförmige Form des Kopfes gebündelt bzw. gestreut wird. Leuchtdioden gibt es in verschiedenen Farben, Größen und Bauformen. Deshalb Werden sie als Signalampen und Anzeigen verwendet. Dieses Bauteil ist je nach Farbe aus unterschiedlichen Halbleiterkristallen aufgebaut.Wikipedia LED

Anode(+)

Kathode(-)

– längeres Beinchen – kürzeres Beinchen

– kleineres Metallstück in der LED

– größeres Metallstück in der LED

-abgeflachte Stelle am LED Körper

Bei LEDs ist wie bei Dioden die Polung wichtig. Es gibt mehrere Merkmale an der LED um die Anode(+) von der Kathode(-) zu unterscheiden. (siehe Tabelle)
Meistens müssen die Leuchtdioden mit einem Vorwiderstand betrieben werden, um den Strom zu begrenzen. Den Wert für den Vorwiderstand errechnet man, indem man von der Gesammtspannung die LEDspannung subtrahiert und dann durch Stromstärke der LED dividiert. Die Formel für die Wiederstand sieht daher so aus:R = U / I
Mit Hilfe des untenstehenden Formulars kannst du die Werte für deine Vorwiederstände automatisch berechnen.

Widerstandsberechnung für
LEDs
Ausgangs-Spannung : Volt
LED Referenzspannung(Uref): Volt (z.B: 3.5)
LED Referenzstrom(Iref): mA
Benötigter Widerstand: Ohm

Transistor

Transistoren werden überwiegend aus Silizium gefertigt oder aus Mischkristallen wie z. B. Galliumarsenid.vDer Transistor ist ein Halbleiterelement, der entweder die Funktion eines Schalters übernimmt (indem er den Strom durch den Collektor leitet oder sperrt) oder aber einen Strom verstärkt. Mit einem kleinen "Steuerstrom" durch die Basis kann ein wesentlich größerer Strom durch den Collector gesteuert werden.

Transistoren haben drei Anschlüsse die wie folgt bezeichnet werden:

– Basis (B)
– Emitter (E)
– Collector (C)
Wikipedia Transistor

HTML Meta-Tag Generator


Mit Hilfe dieses Scriptes können Sie auf einfache weise Meta Tags für Ihre Webseite erstellen. Die generierten Meta Tags müssen in den Kopfbereich der HTML-Seite (zwischen <head> und </head>) eingefügt werden. Durch die Meta Tags wird ihre Seite durch die Suchmaschinen besser erfasst und erhält so mehr Besucher.

Titel
Autor
Herausgeber
Copyright
Revisit Wieder besuchen nach Tagen
Verfallsdatum
Keywords
Beschreibung
Themengebiet
Seitentyp

Zielgruppe
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Generierte Meta-Tags


Die Metatags innerhalb dieser Textbox über die Zwischenablage kopieren und in den Kopfbereich
(<head> …. </head>) Ihres HTML-Dokumentes einfügen.

Kopieren bitte mit der Tastenkombination: Strg + C  -kopieren | Strg + V  -einfügen

FTP-Backup mit PowerShell, ncFTP und 7-Zip

powershell_logoDas folgende Skript lädt alle Dateien von einem FTP Server herunter und fügt sie zu einem ZIP-Archiv zusammen. Für den FTP-Download wird ncFTP verwendet, da die in Windows integrierte FTP.exe nicht für den Download ganzer Verzeichnis-Hierarchien geeignet ist. Das Komprimieren der Dateien übernimmt 7-Zip.

Damit das Skript funktioniert müssen die Daten im Configuration Part des Skriptes angepasst werden. Um das Skript auszuführen wird die Windows PowerShell benötigt. Information zum Ausführen von PowerShell Skripten gibt es hier. Am Ende des Artikels gibt es einen Downloadlink für das Skript mit allen Binaries.

# BackUP files from FTP Server as ZIP
# Author: Marcus Hottenrott
# GNU GPL
#
#--- Configuration ------------------------------------------

$backupDestination = "D:\FTP_Backup\Backup"
$pathToThisScript = "D:\FTP_Backup"

$ftpHost = "localhost"
$ftpUser = "USERNAME"
$ftpPassword = "PASSWORD"
$ftpFolderToBackUp = "/"
$ftpPort = "21"


#--- Implementation ------------------------------------------

# Path to binaries
Set-Location $pathToThisScript
$sevenZipPath = Get-Item "bin\7z.exe" | Resolve-Path -Relative
$ncFtpGetPath = Get-Item "bin\ncftpget.exe" | Resolve-Path -Relative

# Backup filename
$backUpZipFileName = Get-Date -Format "yyyy-MM-dd-HH_mm_ss"
$BackupZIP = $backupDestination + "\" + $backUpZipFileName

# Create temp folder for downloaded FTP files
$tempFolderForFtpFiles = $env:temp + "\FTP_Backup"
New-Item -Path $tempFolderForFtpFiles -ItemType directory

# Download files from FTP Server
Start-Process  -FilePath $ncFtpGetPath -ArgumentList "-T -R -v -u $ftpUser -p $ftpPassword -P $ftpPort $ftpHost $tempFolderForFtpFiles $ftpFolderToBackUp" -wait

# Zip downloaded files
Start-Process  -FilePath $sevenZipPath -ArgumentList "a -Tzip $BackupZIP $tempFolderForFtpFiles" -wait

# Delete temp folder
Remove-Item -Recurse -Force -Path $tempFolderForFtpFiles

Download Skript

[wpdm_file id=4]

PowerShell Skripte ausführen

Die Windows PowerShell ist eine Alternative zum Windows-Kommandozeilenprogramm cmd.exe und zum Windows Script Host, die mit Windows 7 eingeführt wurde. Für Windows XP kann die PowerShell nachinstalliert werden. Ab Version 2.0 basiert die PowerShell auf dem .NET-Framework und verbindet die aus Unix-Shells bekannte Philosophie von Pipes und Filtern mit dem Paradigma der objektorientierten Programmierung. Mittels der PowerShell Scripting Language können komplexe Skripte erstellt werden. Die Skripte besitzen die Dateierweiterung *.ps1. Microsoft liefert mit PowerShell ISE einen grafischen Editor zum leichteren Erstellen der Skripte mit. (In Windows einfach nach PowerShell suchen)

PowerShell_ISE

Beim ersten Ausführen treten allerdings auch die ersten Hürden auf. Bei einem Doppelklick auf ein PowerShell Skript wird dieses nicht ausgeführt, sondern es öffnet sich Notepad. Macht man einen Rechtsklick auf das Skript und wählt „Mit PowerShell ausführen“ so wird die Skriptausführungs durch die standardmäßig sehr restriktive Execution Policy der PowerShell verhindert. Im Nachfolgenden wird für beide Probleme eine Lösung aufgezeigt:

Execution Policy

Die Execution Policy verhindert in der Standardeinstellung die Ausführung von Skripten. Detaillierte Informationen finden sich bei Microsoft. Für Testzwecke kann die PowerShell so konfiguriert werden das sie alle Skripte ausführt. Dazu führt man die PowerShell als Administrator aus. (z.B. Windowssuche -> PowerShell -> Rechtsklick als Administrator ausführen). In der PowerShell kann dann mit dem folgendem Befehl die Ausführung der Skripte freigeschaltet werden:

Set-ExecutionPolicy Unrestricted

PowerShellAktivieren

PowerShell Skript mit Doppelklick ausführen

Um ein PowerShell Skript per Klick starten zu können muss eine Verknüpfung erstellt werden, die powershell.exe mit dem auszuführenden Skript startet:

powershell.exe -Command "& 'C:\helloworld.ps1'"

Hilfreiche Eclipse Tastaturkürzel

eclipse_logoDurch die Verwendung von Tastaturkürzeln kann die Arbeit mit der Java IDE Eclipse deutlich beschleunigt werden. Die Tabelle zeigt die von mir am häufigsten verwendeten Shortcuts:

Tastaturkürzel Funktion
STRG + SHIFT + L Liste aller Tastaturkürzel
STRG + ALT + O Importe organisieren
STRG + SHIFT + F Markierten Quelltextbereich oder gesamte Klasse formatieren
STRG + SHIFT + C markierten Quelltext auskommentieren
STRG + D Zeile oder markierten Quelltext löschen
STRG + Leertaste Code Assist
STRG + SHFT + T Kalsse öffnen
STRG + SHIFT + R Resource öffnen
STRG + SHIFT + G Suche nach Referenzen im Workspace
STRG + F lokale Textsuche und Suchen / Ersetzen
STRG + H globale Suche
STRG + T Klassenhierachie
STRG + ALT + H Call Hierachie
STRG + W aktuell geöfnete Klasse schließen
STRG + L zur x ten Zeile springen
STRG + Q zur letzten editierten Stelle springen
STRG + 1 Quickfix
STRG + SHFT + J Statement inspect – makierten Bereich bei Brakepoint auswerten
STRG + ALT + Pfeilhoch oder runter Zeile oder markierten Block duplizieren
ALT + Pfeilhoch oder runter Zeile oder markierten Block verschieben
ALT + SHIFT + R Refactoring -> variable umbenennen
ALT + SHIFT + S – R Getter & Setter generieren
ALT – SHIFT + S – O Constructor generieren
ALT + SHIFT + M markierten Codebereich als Methode extrahieren
ALT , P , N Clean Project

Raspberry Pi – Netzwerkkonfiguration

Statische IP-Adresse für die Ethernet Schnittstelle

In der Standardeinstellung ist die Ethernet-Schnittstelle des Raspberry Pi Models B unter Raspbian Linux so konfiguriert, das sie sich die Netzwerkkonfiguration über DHCP automatisch bezieht. Üblicherweise ist in einem Heimnetz ein DHCP Server auf dem Router aktiv, so das der Raspberry Pi automatisch in das Netzwerk eingebunden ist, sobald er per Ethernetkabel verbunden wird. Um zuverlässig auf Serverdienste auf dem Raspberry Pi zugreifen zu können sollte dieser stets unter der gleichen IP-Adresse erreichbar sein. Im folgenden wird gezeigt wie eine statische IP-Adresse für die Ethernet Adresse gesetzt werden kann.

Die Datei Interfaces beinhaltet die Einstellungen für die Netzwerkschnittstellen. Um eine statische Adresse für die Schnittstelle eth0 zu vergeben muss die unten aufgeführte Konfiguration eingetragen werden. Dabei ist zu beachten, dass der Netzwerkbereich und das Gateway zum aktuellen Netzwerk passen. Welcher Netzwerkbereich verwendet wird, kann auf dem Router nachgesehen werden oder mit dem Befehl „ifconfig“ wenn der Raspberry Pi per DHCP eine Netzwerkkonfiguration bezogen hat. Abschließend sollte der Raspberry Pi neugestartet werden und die statische Netzwerkkonfiguration mit ifconfig überprüft werden. Die Befehle werden mit dem User pi auf der Shell ausgeführt.

sudo nano /etc/network/interfaces
auto lo
iface lo inet loopback
#iface eth0 inet dhcp
iface eth0 inet static
address 192.168.1.3
netmask 255.255.255.0
gateway 192.168.1.1

WLAN mit statischer IP-Adresse

EDIMAX EW-7811UNWireless-USB-AdapterDer Raspberry Pi bringt keinen integrierten WLAN Adapter mit. Mit dem EDIMAX EW-7811UN steht jedoch ein sehr kompakter 150 Mbit Wlan Adapter zur Verfügung, der problemlos über USB in den Raspberry Pi eingebunden werden kann. Der WLAN Stick kann z.B. bei Amazon erworben werden. Das Linux OS Raspbian bringt bereits alle nötigen Treiber mit. Mit dem Befehl lsusb kann überprüft werden ob der WLAN-Stick von Rasbian erkannt wurde.

pi@raspberrypi ~ $ lsusb
Bus 001 Device 004: ID 7392:7811 Edimax Technology Co., Ltd EW-7811Un 802.11n Wireless Adapter [Realtek RTL8188CUS]

Mit dem Editor Nano kann dann die Datei Interfaces bearbeitet werden und der neuen Schnittstelle wlan0 bei bedarf eine statische IP-Adresse gegeben werden.

sudo nano /etc/network/interfaces
auto lo

iface lo inet loopback
iface eth0 inet dhcp

wpa-roam /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf
iface default inet dhcp

auto wlan0
allow-hotplug wlan0
iface wlan0 inet static
address 192.168.1.2
netmask 255.255.255.0
gateway 192.168.1.1 
wpa-ap-scan 1
wpa-scan-ssid 1
wpa-ssid WLAN SSID (Name des Wlans)
wpa-psk WLAN PASSWORT

Nach dem die Änderungen vorgenommen wurden sollte der Raspberry Pi neugestartet werden. Die Netzwerkkonfiguration kann mit dem Befehl ifconfig überprüft werden.
Eigener Erfahrung nach funktioniert die WLAN Schnittstelle über einen längeren Zeitraum für einen Server nicht ausreichend stabil. Nimmt der Raspberry Pi Serveraufgaben wahr sollte die Netzwerkverbindung über die Ethernet-Schnittstelle hergestellt werden. Besonders wichtig ist auch eine ausreichende und stabile Spannungsversorgung des Raspberry Pi, damit das WLAN gut funktioniert.

Einführung Raspberry Pi

Raspberry Pi Einleitung

Bei dem Raspberry Pi handelt es sich um einen kredikarten großen Einplatinen-Computer (SBC – Single Board Computer) auf Basis einer ARM CPU. Durch seine geringen Kosten, einem niedrigen Stromverbrauch von unter 5 Watt und der Möglichkeit eigene Hardware anzusteuern eignet er sich perfekt um als kleiner Server zu dienen und bietet die Basis für verschiedenste Hard- und Softwareprojekte. Als Betriebssystem wird zumeist das Linux Raspbian eingesetzt.

Raspberry_Pi

Systemspezifikation

Modell A Modell B
Größe 85,60 mm × 53,98 mm × 17 mm
SoC Broadcom BCM2835
CPU ARM1176JZF-S (700 MHz)
GPU Broadcom VideoCore IV
Arbeitsspeicher 256 MB (SD RAM) 512 MB (bis Oktober 2012 256 MB) SDRAM
USB 2.0 Anschlüsse 1 2
Videoausgabe HDMI, FBAS
Tonausgabe 3,5 mm-Klinkenstecker (analog), HDMI (digital)
Nicht-flüchtiger Speicher SD (SDHC und SDXC) / MCC / SDIO-Kartenleser
Netzwerk – 10/100 MBit Ethernet-Controller (LAN9512 vom Herstellers Han Run)
Schnittstellen Bis zu 16 GPIO-Pins, SPI, I²C,UART, EGL
Leistungsaufnahme 5 V, 500 mA (2,5 Watt) 5 V, 700 mA (3,5 Watt)
Stromversorgung 5 V Micro-USB-Anschluss (Micro-B)
Betriebssysteme Linux (u.a. Rasbian), BSD, RISC OS, Plan 9

GPIO (General-purpose input/output)Pins

Der Raspberry Pi bietet mit seinen GPIO Pins die Möglichkeit unterschiedlichste Schaltungen zu realisieren. Die Pins sind über die 2,54 mm Stiftleiste P1 zugänglich, liefern 3,3V Signale und können per Software geschaltet werden. Sie sind nicht 5V tolerant und vertragen nur kleine Ströme wodurch ein direkter Anschluss an den TTL Level zur Zerstörung des Raspi führen kann. Hier ist Vorsicht geboten! Einige Pins können für SPI, I²C und UART Schnittstellen genutzt werden. Das Pin Layout unterscheidet sich zwischen Revision 1 und Revision 2.

Pin Layout Revision 1:

Raspberry-Pi-GPIO-Layout-Revision1

Pin Layout Revision 2:
Raspberry-Pi-GPIO-Layout-Revision2

Produktionsprozess des Raspberry Pi

Die Webseite Electronicsweekly konnte einen Blick in die Sony Produktionsstätten des Raspberry Pi werfen:

IPO – Initial public offerings – Börsengang

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis    ii

Tabellen- und Abbildungsverzeichnis    ii

1    Einführung    1

1.1    Thematische Einordnung    1

1.2    Zielsetzung und Vorgehensweise    1

2    Ablauf eines Börsengangs    1

2.1    Entscheidungsphase    2

2.2    Vorbereitungsphase    2

2.3    Börsenphase    3

2.4    Motive für und gegen einen Börsengang    4

2.5    Wahl der richtigen Konsortiumsbank    5

2.6    Wahl der passenden Unternehmensrechtsform    6

3    Wahl des Börsensegments    7

4    Verfahren zur Emissionspreisbildung    8

4.1    Festpreisverfahren    9

4.2    Bookbuilding-Verfahren    9

4.3    Auktionsverfahren    10

5    Fazit    10

6    Literaturverzeichnis    12

7    Ehrenwörtliche Erklärung    13

 

 

 

Abkürzungsverzeichnis

AG         – Aktien Gesellschaft

AktG        – Aktiengesetz

IPO        – Initial Public Offering

KGaA         – Kommanditgesellschaft auf Aktien0UmwG     – Umwandlungsgesetz

 

Tabellen- und Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Zeitlicher Ablauf eines Börsengangs    1

Abbildung 2 Motive für und gegen einen Börsengang    2

 

 

  1. Einführung

    1. Thematische Einordnung

Unter einem Initial Public Offering (IPO) versteht man das erstmalige öffentliche Angebot der Aktien eines Unternehmens auf dem Kapitalmarkt. Er stellt damit neben Krediten, Private Equity, Mezzanine Capital und Business Angeln eine Form der Unternehmensfinanzierung dar.

  1. Zielsetzung und Vorgehensweise

Diese Seminararbeit stellt im Kern die wesentlichen Punkte die bei einem IPO auftreten vor und gibt einen Ãœberblick über den gesamten Prozess von der Entscheidung für einen Börsengang bis hin zur Ermittlung des Emissionspreises und der Platzierung der Aktien. Dabei wird zunächst in zeitlich chronologischer Reihenfolge der Verlauf eines IPOs dargestellt, um dann im weiteren Verlauf genauer auf einzelne Themen einzugehen. Dazu zählen im Kapitel „Motive für & gegen einen Börsengang“ das Abwägen der Vor- und Nachteile eines IPOs und ein kurzer Vergleich alternativer Finanzierungsmöglichkeiten. In den darauffolgenden Kapiteln wird auf die Auswahl der richtigen Konsortiumsbank, die die Emission begleitet, eingegangen sowie die Wahl der passenden Unternehmensrechtsform und des Börsensegmentes in dem die Aktien platziert werden sollen näher betrachtet. Im Kapitel vier werden drei Verfahren zur Ermittlung des optimalen Emissionspreises im Detail vorgestellt. Abschließend wird ein Ausblick auf das aktuell schwierige Finanzmarktumfeld für IPOs gegeben.

  1. Ablauf eines Börsengangs

Der Ablauf eines Börsenganges ist aufgrund zahlreicher unternehmensspezifischer Faktoren sehr individuell. Er hängt unter anderem vom verwendeten Emissionsverfahren ab, auf die im späteren Verlauf der Arbeit noch eingegangen wird. Bei jedem IPO sind aber folgende grundlegende Schritte vorhanden:

Abbildung 1 Zeitlicher Ablauf eines Börsengangs. Entnommen aus Rummer, M. (2006) S. 37

 

  1. Entscheidungsphase

Die Entscheidungsphase umfasst vor allem das Abwägen verschiedenster Kriterien für oder gegen einen Börsengang, auf die im Kapitel 2.4 näher eingegangen wird. Nachdem die Entscheidung für einen Börsengang gefallen ist, steht die Wahl der Emissionsbegleiter an. Von entscheidender Bedeutung ist hier die Wahl der richtigen Konsortiumsbank / Emissionsbank, aber auch die Wahl der passenden Emissionsberater. Hierzu zählen Anwaltskanzleien, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Marketing- / PR-Spezialisten. Die Auswahl der Konsortiumsbank und des Konsortialführers erfolgt dabei im Rahmen eines sogenannten „Beauty Contests“, bei dem sich mehrere Banken um die Durchführung der Erst Emission bewerben und ihre Konzepte vorstellen.

  1. Vorbereitungsphase

Die Vorbereitungsphase lässt sich in die folgenden weiteren Teilphasen aufgliedern:

  1. Beratungsphase:0In dieser Phase geht es um die Erstellung eines schlüssigen Emissionskonzeptes. Dabei spielt die Prüfung der Börsenreife eine wichtige Rolle. Hierbei wird ermittelt ob das Unternehmen die Fähigkeit und Bereitschaft hat, sämtliche gesetzlichen, wirtschaftlichen und organisatorischen Anforderungen, die mit einem Börsengang verbunden sind, zu erfüllen.0In dieser Phase findet auch die Umwandlung der Unternehmensrechtsform in eine AG oder KGaA statt sowie die damit notwendige Veränderung der Unternehmensstruktur. 0Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Wahl des geeigneten Börsenplatzes und Börsensegments.
  2. Pre-Marketing Phase:0In dieser Phase stellt sich das Unternehmen potentiellen institutionellen Anleger in Form von Roadshows und Informationsveranstaltungen vor. Ziel ist es, möglichst viele Aktionäre für die Erstemission zu gewinnen und bereits im Vorfeld abschätzen zu können wie die erwartete Nachfrage ist. Mit diesen Informationen lassen sich die Zeichnungsfrist und die Preisspanne beim Bookbuilding genauer festlegen.
  3. Marketingphase:0In der Marketingphase erfolgt die Ansprache der breiten Anlegermasse der Klein- und Privatanleger. Von besonderer Bedeutung ist die Erstellung eines Verkaufsprospektes in dem der Anleger alle wichtigen Informationen zum bevorstehenden Börsengang findet. Der Prospekt wird von den Fachabteilungen des emittierenden Unternehmens, dazu zählen u.a. Rechts- und Steuerabteilung, Rechnungswesen und Investor Relations, in Zusammenarbeit mit der Konsortialbank erstellt. Bei der Erstellung ist insbesondere auf korrekte Angaben zu achten, da im Rahmen der Prospekthaftung unrichtige oder unvollständige Angaben über relevante Risikofaktoren als Grundlage für zivilrechtliche Haftungsansprüche herangezogen werden können.
  4. Preisfestsetzungs- und Zuteilungsphase:0In diesem letzten Schritt der Vorbereitungsphase erfolgt die endgültige Ermittlung des Emissionspreises sowie die Zuteilung der Aktien. Auf die Ermittlung des Emissionspreises wird in Kapitel vier im Detail eingegangen. Ist die Aktie bei der Erstemission überzeichnet, erfolgt in diesem Schritt eine Repartierung (Mengenrationierung) für die Aktionäre. D.h. die Aktionäre erhalten nicht die von ihnen gezeichnete Menge an Aktien.
  1. Börsenphase

In der abschließenden Börsenphase werden die neu emittierten Aktien am Sekundärmarkt gehandelt. Kurz nach dem Börsengang hat der Konsortialführer hier noch die Möglichkeit kurspflegende Aktivitäten durchzuführen, wenn sich der Aktienkurs nicht wie erwartet entwickelt. Als beliebtes Instrument hat sich hier die Greenshoe-Option erwiesen. Dabei handelt es sich um eine Call-Option die der Konsortialbank das Recht einräumt, nachträglich zusätzliche Aktien zum Emissionspreis auszugeben. Die zusätzlichen Aktien kommen dabei aus einer beim IPO festgelegten Mehrzuteilungsoption, die teilweise oder ganz in Anspruch genommen werden kann. Somit kann bei einer überzeichneten Neuemission, bei der die Nachfrage größer ist als das Angebot, der Aktienkurs stabil gehalten und zu große Schwankungen vermieten werden.

  1. Motive für und gegen einen Börsengang

Ein Börsengang hat für ein Unternehmen zahlreiche Vorteile, birgt aber auch Risiken und bringt Verpflichtungen, z.B. die der höheren Publizität, mit sich. Das mit Abstand führende Motiv für einen Börsengang ist die Wachstumsfinanzierung und Eigenkapitalstärkung. Durch das IPO wird dem Unternehmen unbefristet Eigenkapital zugeführt. Dadurch verbessern sich die Bonität und das Rating des Unternehmens und es wird dem Unternehmen ermöglicht günstiger Fremdkapital aufzunehmen, da der von Geldgebern geforderte Risikoaufschlag geringer ist. Die höhere Eigenkapitalquote nach einem IPO verbessert also die finanzielle Flexibilität des Unternehmens.

Weitere Motive sind Spin-offs (Ausgliederung von Unternehmensteilen und deren Notierung an der Börse), die Unternehmensnachfolge sowie der Exit von Venture Capital Gesellschaften.

 

Bei der Ãœberlegung ob und wann ein Börsengang für ein Unternehmen interessant ist spielt stets die Erwägung möglicher alternativer Finanzierungsformen eine Rolle. Denn nur wer die Alternativen kennt kann eine gut begründete rationale Entscheidung für oder gegen einen Börsengang fällen. Eine Alternative ist die Aufnahme einer Beteiligungsgesellschaft die Kapital in Form von Private Equity, Venture Capital oder Mezzanine Capital in das Unternehmen einbringt. In frühen Phasen des Unternehmenszyklus wie der Seed- und Startup-Phase bietet sich auch die Aufnahmen eines Business Angels an. Er bringt sogenanntes „Smart Capital“ in das Unternehmen ein, das mit zusätzlicher Beratung verbunden ist.

 

Die wesentlichen Gründe für oder gegen einen Börsengang können der folgenden Grafik entnommen werden:0

Abbildung 2 Motive für und gegen einen Börsengang. In Anlehnung an Rummer, M. (2006) S. 33

 

  1. Wahl der richtigen Konsortiumsbank

Im Rahmen eines IPOs spielt die Auswahl des Bankenkonsortiums eine wichtige Rolle. Die wichtigsten Aufgaben der Konsortialbank im Mandat für den Börsengang sind dabei die professionelle Platzierung und Vermarktung der Aktien. Weitere Aufgaben sind:

  • Erarbeitung des Emissionskonzepts
  • Erarbeitung eines detaillierten Zeitplans für die Börseneinführung und Aktienplatzierung
  • Ãœberarbeitung und ggf. Anpassung der Unternehmensstruktur und der Unternehmensrechtsform
  • Erstellung des Verkaufsprospektes
  • Abstimmung der Platzierungsstrategie inkl. Pricing
  • Kontaktaufnahme mit potentiellen institutionellen Investoren
  • Platzierung der Aktie
  • Betretung des Unternehmens nach dem Börsengang im Sekundärmarkt / Aftermarket

Für die Wahl einer Bank spielen u.a. die Emissionskosten, die Platzierungskraft, das Image der Konsortialmitglieder und der im Vorfeld prognostizierte Börsenwert des Unternehmens eine Rolle. Dem Konsortialführer kommt im Auswahlverfahren eine besondere Rolle zu, da er letztendlich die Gesamtverantwortung der Transaktion inne hat und ab dem Zeitpunkt seiner Mandatierung sämtliche Aufgaben des Projektmanagements übernimmt.
Dies beginnt bei der Equity Story und endet mit der Ãœbernahme der Aktien.

Eine sorgfältige Vorbereitung bei der Auswahl des Konsortialführers ist daher ein wichtiger Erfolgsfaktor des Börsengangs. Das Unternehmen sollte sich vor Kontaktaufnahme mit den Banken konkrete Ãœberlegungen zur Unternehmensstrategie und zum Emissionskonzept gemacht haben sowie über eine fundierte und plausible Finanzplanung innerhalb der Equity Story verfügen. Der Erstkontakt mit der Bank erfolgt dann in der Regel über ein vom IPO Berater erstelltes Banken Exposé, welches das Interesse der Banken weckt und ihnen alle relevanten Informationen zur Verfügung stellt. Im Rahmen des „Beauty Contest“ können sich nun Banken um die Durchführung des IPOs bewerben oder das Unternehmen tritt direkt an die Banken heran. Das Unternehmen kann sich nun im Rahmen des Beauty Contests einen umfassenden Ãœberblick über das Dienstleistungsspektrum und Know How der Banken verschaffen und die potentiellen Betreuer des IPOs persönlich kennenlernen. Aufgrund der hier gewonnen Informationen kann das Unternehmen letztendlich die für ihren IPO bestmögliche Bank auswählen.

  1. Wahl der passenden Unternehmensrechtsform

Um sich an einer Börse notieren zu lassen muss das Unternehmen eine kapitalmarktfähige Rechtsform aufweisen. Deutsche kapitalmarktfähige Rechtsformen sind:

  • AG
  • KGaA
  • GmbH & Co. KGaA

Die AG ist dabei die vorherrschende Rechtsform. Sie bietet gegenüber den anderen Rechtsformen mehr Transparenz und eine rechtliche Besserstellung der Aktionäre. Sie ist International nach einheitlichen Grundzügen gestaltet und genießt weltweit eine hohe Kreditwürdigkeit. Das AktG regelt dabei die Zuständigkeiten und Kompetenzen der Organe Hauptversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand.0Die Rechtsformen der KGaA und GmbH & Co. KGaA gibt es nur in Deutschland. Dies führt dazu, dass internationale Anleger nicht besonders gut mit diesen Rechtsformen vertraut sind und ihnen daher eher skeptisch begegnen. Durch die personenrechtliche Komponente dieser Rechtsformen kann der Alteigentümer jedoch ein größeres Maß an Einfluss bewahren.

0Hat das Unternehmen vor dem IPO keine kapitalmarktfähige Rechtsform muss vor dem Börsengang eine Umgründung stattfinden. Die gesetzlichen Regelungen bezüglich des Rechtsformwechsels in eine AG sind im AktG und UmwG geregelt. Die in der Praxis bedeutendsten Varianten sind der Formwechsel und die Verschmelzung (§§ 190 ff. bzw. § 2 UmwG) sowie die Sachgründung oder (Sach-) Einbringung (§§ 27 und 183 ff. AktG).

  1. Wahl des Börsensegments

Unternehmen in Europa haben die Wahl zwischen zwei Kapitalmarktzugängen:

  • Organisierte Märkte, die von der EU gesetzlich reguliert sind
  • Börsenregulierte Märkte

EU-Regulierte Märkte sind stark harmonisiert. Dies führt zu einheitlichen Regelungen und effizienten Märkten. Anleger werden hier besser als in Börsenregulierten Märkten geschützt und ein fairer Handel ermöglicht. 0Börsenregulierte Märkte legen den Fokus anders. Sie halten die formalen Pflichten für die Unternehmen gering und ermöglichen so auch kleineren und mittleren Unternehmen einen kostengünstigen Zugang zur Börse.

Das deutsche Börsengesetz definiert und reguliert die zwei Börsensegmente: Regulierter Markt und Freiverkehr. Der Regulierte Markt ist ein organisierter Markt der EU Gesetzen unterliegt. Der Freiverkehr ist ein Börsenreguliertes Segment. Die Transparenzpflichten sind entsprechend im Regulierten Markt wesentlich höher als im Freiverkehr. D.h. hier notierte Unternehmen gehen höhere Verpflichtungen bei der Publizität ein. Entscheidend am Kapitalmarkt sind die Transparenzstandards der einzelnen Segmente. Sie garantieren Investoren einen gewissen Umfang an fortlaufenden Informationen und erleichtern so die Anlageentscheidung.

0In beiden Marktsegmenten existieren abhängig vom Börsenplatz einige Teilsegmente. Die in Deutschland bedeutendsten Teilsegmente der Frankfurter Wertpapierbörse sind der General Standard und der Prime Standard im regulierten Markt, sowie der Open Market und Entry Standard im Freiverkehr. Prime Standard und Entry Standard sind dabei jeweils die Segmente mit den höheren Zulassungsanforderungen.

 

Die differenzierten Transparenzanforderungen der verschiedenen Segmente bieten Unternehmen maßgeschneiderte Bedingungen für den Kapitalmarktzugang. Die Entscheidung für ein Segment hängt dabei im Wesentlichen von zwei Fragen ab:

  • Welche Möglichkeiten bietet die Infrastruktur des Unternehmens um den Transparenzanforderungen zu genügen? z.B. im Rechnungswesen.
  • Welche Anleger sollen erreicht werden?

Spätere Segmentwechsel sind durchaus möglich, so dass junge Unternehmen im Open Market oder Entry Standard mit ihren geringeren Anforderungen starten können und mit zunehmender Unternehmensgröße in den General Standard oder sogar Prime Standard wechseln können.

  1. Verfahren zur Emissionspreisbildung

Bei der Emissionspreisbildung wird der Emissionskurs der Aktie für die erste Notierung an der Börse bestimmt. Hier gibt es unterschiedliche Verfahren auf die im Folgenden näher eingegangen wird.

  1. Festpreisverfahren

Beim Festpreisverfahren (Fixed Price Method) wird durch den Emittenten und dem Konsortium ein fixer Emissionspreis für die Aktien festgelegt. Der Preis orientiert sich dabei am Unternehmenswert, der durch verschiedene Verfahren der Unternehmensbewertung ermittelt werden kann. Häufig verwendete Verfahren sind Discounted Cashflow-, Substanz- und Ertragswertverfahren.
Der Festpreis der zwischen Bank und Emittent vereinbart wird liegt typischerweise unter dem angenommenen Gleichgewichtspreis um einen Angebotsüberhang zu vermeiden und somit alle Aktien des Emittenten am Markt platzieren zu können. Dies führt allerdings häufig zur Ãœberzeichnung der Emission und damit verbundenen hohen Renditen für Anleger die bei der Zuteilung der Aktien berücksichtigt wurden. Dies wird als „Underpricing“ bezeichnet und beschreibt die Differenz zwischen dem Emissionspreis und dem Börsenkurs am ersten Handelstag. Um das Underpricing zu verhindern und einen möglichst hohen Emissionserlös für den Emittenten zu erzielen muss der Gleichgewichtspreis möglichst genau bestimmt werden. Dies setzt allerdings voraus, dass die Zeichnungs- und Zahlungsbereitschaft der Anleger möglichst genau abgeschätzt werden muss, was insbesondere bei volatilen Märkten und einer breiten Streuung der Aktien schwierig ist. Aus diesem Grund ist nach Alternativen zum Festpreisverfahren gesucht worden.

  1. Bookbuilding-Verfahren

Das Bookbuilding-Verfahren ist weit verbreitet und hat das Festpreis-Verfahren nahezu verdrängt. Bei dem Verfahren legen Emittent und Konsortium am Ende der Pre-Marketingphase zusammen eine Preisspanne fest. In der darauf folgenden Marketing Phase stellt sich das Unternehmen interessierten Anlegern vor und teilt ihnen die Emissionsbedingungen und die Preisspanne mit. In der anschließenden Order-Taking-Phase, die bis zu zehn Tage dauern kann, teilen die Anleger/Investoren ihre Kaufwünsche mit. Der Konsortialführer erfasst als Bookrunner alle Zeichnungsaufträge in einem Orderbuch und erhält so einen umfassenden Ãœberblick über die Nachfrage. I.d.R wird auch bei diesem Verfahren eine gewisse Ãœberzeichnung angestrebt, um später im Aftermarket / Sekundärmarkt noch Nachfrage zu erhalten. Durch Anpassen der Bookbuilding-Spanne nach oben oder unten kann der Konsortialfürer Einfluss auf die Preisbildung nehmen.0Nach Abschluss der Bookbuilding-Spanne schließt der Bookrunner das Orderbuch (Closing) und legt zusammen mit dem Emittenten auf Basis der vorliegenden Gebote das Ordervolumen, den Emissionskurs und die Zuteilung fest.

  1. Auktionsverfahren

Das Auktionsverfahren kommt überwiegend in den USA zum Einsatz, spielt dort aber im Vergleich zum Bookbuilding nur eine untergeordnete Stellung ein. Bei diesem Verfahren wird der Emissionskurs vor Beginn der Zeichnungsfrist nicht fixiert, sondern lediglich ein Mindestbetrag festgelegt. Die Investoren nennen der Konsortialbank daraufhin im Rahmen einer Auktion ihre Volumen- und Preisvorstellung. Am Ende der Zeichnungsfrist beginnt die Zuteilung der Aktien, die rein über den Preis gesteuert wird. Einfluss auf die Qualität der Investoren oder die Zusammensetzung der Investorenstruktur kann hier nicht genommen werden. Grundsätzlich kann hier zwischen amerikanischen und holländischen Verfahren unterschieden werden. Beim erstgenannten Verfahren werden die Papiere, ausgehend vom höchsten Gebot, solange zum jeweils genannten Kurs zugeteilt, bis das festgelegte Emissionsvolumen verteilt ist. Hierdurch hat jeder berücksichtigte Bieter seinen individuellen Angebotspreis zu zahlen.

Das Holländische-Verfahren unterscheidet sich vom Amerikanischen, indem es einen Einheitskurs festlegt und alle Gebote, die über diesem Kurs liegen, voll zugeteilt werden. Der Kurs orientiert sich dabei am letzten zur Zuteilung gelangten Gebot, das bei der Verteilung des Emissionsvolumens vom höchsten Gebot ausgehend berücksichtig wurde. Bei diesem Vorgehen erhält jeder Bieter denselben Emissionspreis.

  1. Fazit

Der Börsengang eines Unternehmens ist eine gute Option zur Beschaffung von Eigenkapital. Insbesondere wird mit dem IPO langfristig der Weg zur vereinfachten Aufnahme von Eigenkapital geebnet. Allerdings erfüllt nicht jedes Unternehmen die Anforderungen an einem IPO. Insbesondere junge Unternehmen sollten sich nach Alternativen im Bereich der Beteiligungsfinanzierungen umschauen. Mezzanine Kapital und Business Angel bieten hier die Möglichkeit der Eigenkapitalaufnahme und der damit verbundenen Verbesserung des Unternehmensratings. Somit wird die Aufnahme von Fremdkapital erleichtert.

Ob ein Börsengang sinnvoll ist hängt auch immer von der aktuellen Finanzmarktsituation ab. Durch die Subprime-Krise Anfang 2007 und den aktuell schwachen Euro durch die hohe Verschuldung vieler EU-Staaten ist der Finanzmarkt stark unter Druck geraten. Die Kurse sind stark volatil und teilweise erheblich eingebrochen. In einem solchen Marktumfeld scheuen die Anleger häufig das Risiko die Aktien eines IPOs zu zeichnen, so dass zwischen Mitte 2007 und 2009 kaum IPOs durchgeführt wurden. Aktuell scheinen sich die Märkte wieder zu stabilisieren, so dass die Durchführung eines IPOs für die Unternehmen wieder interessanter wird.

 

  1. Literaturverzeichnis

  • Arlinghaus, O., Balz, U. (2001): Going Public: Der erfolgreiche Börsengang, Oldenbourg 2001
  • Börner, C.J, Grichnik, D. (2005): Entrepreneurial Finance: Kompendium der Gründungs- und Wachstumsfinanzierung, Heidelberg 2005
  • Bösl, K. (2004): Praxis des Börsengangs: Ein Leitfaden für mittelständige Unternehmen, Wiesbaden 2004
  • Deutsche Börse AG (2006): Praxishandbuch Börsengang: Von der Vorbereitung bis zur Umsetzung, Wiesbaden 2006
  • Huchzermeier, M. (2006): Investors Relations beim Börsengang, Wiesbaden 2006
  • Löhr, A. (2006): Börsengang €“ Kapitalmarktchancen prüfen und umsetzen, 2. Aufl., Stuttgart 2006
  • Mager, F. (2001): Die Performance von Unternehmen vor und nach dem Börsengang, Wiesbaden 2001
  • Rudolph, B. (2006): Unternehmensfinanzierung und Kapitalmarkt, Tübingen 2006
  • Rummer, M. (2006): Going Public in Deutschland, Wiesbaden 2006
  • Tremonte, M. (2008): IPO Mittels Auktionsverfahren €“ Alternative zum Bookbuilding bei Initial Public Offerings, Zürich 2008
  • Warzitz, T. (2006): Der Börsengang im Lichte fundamentaler Unternehmensdaten, Köln 2006
  • Wirtz, B., Salzer, E. (2001): IPO-Management: Strukturen und Erfolgsfaktoren, Wiesbaden 2001

Ethernet Twisted Pair Netzwerkkabel

Vorwort:

In diesem Artikel werden die heute üblichen Twisted Pair Netzwerkkabel in Ihren unterschiedlichen Kategorien aufgeführt und näher erläutert. Außerdem gehtes um die richtige Verkabelung von TP-Kabeln.


Kabel Kategorien & Abschirmungen:

Twisted Pair (TP) Netzwerkkabel haben alle einen RJ45 Stecker. Allerdings sind die Kabel unterschiedlich gut gegen Störungen abgeschirmt und erlauben unterschiedliche Maximalfrequenzen. Daher sind die Kabel in verschiedene Kategorien aufgeteilt (CAT 1-7). Häufige Anwendung finden die Kabel der Kategorie (Cat.) 5 für 100 Mbit Netzwerke und 5e, 6c & 7 für 1000 Mbit Netzwerke (GBit Netzwerke).

rj45

Cat.
max. Frequenz
Anwendung
1
100 kHz
ISDN-Basisanschluss
2
1 MHz
ISDN-Primärmultiplexanschluss
3
16 MHz
10BaseT, Token Ring
4
20 MHz
16-MBit-Token-Ring
5
100 MHz
100-MBit-Ethernet, CDDI
6
200 MHz
155-MBit-ATM
7
600 MHz
622-MBit-ATM, Gigabit-Ethernet

Die maximale Kabellänge zwischen zwei Netzwerkgeräten beträgt bei TP-Kabeln ab CAT 5 typischerweise 100 Meter. Die Abschirmung der Kabel übernimmt ein Drahtgeflecht oder eine Metallfolie. Es gibt auch Kabel die beide Abschirmungen kombinieren. Auf dem rechten Bild ist ein ungeschirmtes TP-Kabel zu sehen.

TP_querschnitt

UTP (unshielded twisted pair)
Bei UTP ist das Kabel gar nicht abgeschirmt.

S/UTP (screened unshielded twisted pair)
UTP-Kabel, das aber von einem Geflecht dünner Metallfäden abgeschirmt
wird.

FTP (foil twisted pair)
UTP-Kabel, das aber einen Gesamtschirm aus Metallfolie besitzt.

S/FTP (screened foil twisted pair)
UTP-Kabel, bei dem aber sowohl ein Geflecht als auch eine Metallfolie
als Gesamtschirm verwendet wird

STP (shielded twisted pair)
Jedes Adernpaar wird von einer dünnen Metallfolie umgeben. Ein
Gesamtschirm ist nicht vorhanden.

S/STP (screened shielded twisted pair)
STP-Kabel, das zusätzlich von einem Geflecht als Gesamtschirm umgeben
wird.
 

Kabelbelegung:

Die Kabelbelegung bei Netzwerkkarten wird durch die  DIN EN 50173 vorgeschrieben. Bei Patchkabeln sind alle 8 Kabel 1 zu 1 verbunden. Patchkabel werden eingesetzt wenn ein Computer mit einem Hub / Switch verbunden wird. Bei einem 100 Mbit Netzwerk genügen auch Patchkabel bei denen 4 Adern (1,2,3 und6) belegt sind. Bei 1 Gbit müssen alle 8 Adern belegt sein. Jeweils zwei Adern sind bei TP-Kabeln verdrillt, damit sich die magnetischen Felder gegenseitig aufheben, die entstehen wenn Strom durch das Kabel fließt. Die Pins der RJ45 Stecker sind so durchnummeriert, dass wenn das Kabel nach unten zeigt und man auf die Goldkontakte schaut der 1. Pin ganz links liegt.
RJ45Pinbelegung


TP_paare

1. Paar= Pin 4+5

2. Paar= Pin 1+2

3. Paar= Pin 3+6

4. Paar= Pin 7+8

Verdrillte Adern Paare

Pin Nummern des RJ45 Steckers

Neben den Patchkabeln gibt es noch so genannte Crossover Kabel. Bei diesen Netzwerkkabeln sind einige der Adern getauscht. Diese Kabel werden verwendet wenn eine direkte Verbindung zwischen zwei PCs aufgebaut werden soll oder wenn zwei Hubs / Switches miteinander verbunden werden.

TP1-1

TP_Cross_Belegung

 

Patchkabel 1 zu 1 Pinbelegung

Crossover Kabel gekreuzte Adern (100 Mbit) 

CrossOver Kabelbelegung:

  1. Stecker   2. Stecker   1. Stecker
  2. Stecker
  1 zu 3   1 zu 3
  2 zu 6   2 zu 6
  3 zu 1   3 zu 1
  4 zu 4   4 zu 7
  5 zu 5   5 zu 8
  6 zu 2   6 zu 2
  7 zu 7   7 zu 4
  8 zu 8   8 zu 5
                  100 Mbit Kabel                            1000 Mbit Kabel

Bei CrossOver Kabeln für ein Gbit LAN  ist darauf zu achten das alle 8 Adern richtig gekreuzt sind. Bei älteren Kabeln sind häufig nicht alle 8 Adern belegt, oder nur die ersten beiden Adern Paare gekreuzt und die übrigen 1zu1 verbunden.

Adernfarben
Laut Standart gibt es zwei verschiedene Belegungen, die EIA/TIA 568A und EIA/TIA 568B. Am häufigsten wird die EIA/TIA 568B verwendet. Man sollte es vermeiden die beiden Standards zu mischen, sonst verliert man schnell den Ãœberblick.

  568A       568B    

Pin
Farbe     Pin Farbe    
1 Weiß/Grün     1 Weiß/Orange    
2 Grün     2 Orange    
3 Weiß/Orange     3 Weiß/Grün    
4 Blau     4 Blau    
5 Weiß/Blau     5 Weiß/Blau    
6 Orange     6 Grün    
7 Weiß/Braun     7 Weiß/Braun    
8 Braun     8 Braun    

 

WordPress Migration von Windows- auf Linux Server mit veränderter URL / Verzeichnis

Mit XAMPP kann schnell eine Umgebung mit Webserver, PHP und Datenbank aufgebaut werden mit der WordPress lokal auf einem Windows Computer betrieben werden kann. Soll WordPress später dann auf einen Server im Internet umziehen ist dies mit einigen Hürden verbunden. Dies ist überwiegend der unterschiedlichen Behandlung von Groß- und Kleinschreibung zwischen den Betriebssystemen und den absoluten Hyperlinks in der Datenbank bei der Verwendung von Permalinks geschuldet. Wird eine Migration unter Beibehaltung der URL durchgeführt, so reicht das Kopieren der WordPress Dateien und der Datenbank mit Anpassung der der Datenbankverbindung auf den neuen Server. Beachtet werden sollte auch der von WordPress.

Im folgenden werden die wichtigsten Punkte zur schwierigeren Migration mit geänderter URL/ Verzeichnissen kurz erklärt:

Kopieren der Dateien auf den neuen Server

Mittels FTP müssen zunächst alle Dateien des WordPress System von dem alten Server auf den neuen Server kopiert werden. Dazu bietet sich der kostenlose FTP Client FileZilla an.

Datenbank Export auf dem Altsystem und Import auf dem neuen System

Die Datenbank muss von dem bestehenden System auf den neuen Datenbankserver übertragen werden. Ist Zugang zur Windows Konsole oder der Linux Shell vorhanden, so können die mit MySQL installierten Tools verwendet werden:

Export:

mysqldump --opt -u root -p --DATENBANKNAME > wordpress_backup.sql

Import (Datenbank muss bereits vorhanden sein):

mysql -u root -p DATENBANKNAME < wordpress_backup.sql

Ist ein Zugang zur Shell nicht vorhanden so stehen bei XAMPP und den meisten Hostern mit phpMyAdmin ein Webbasierter MySQL Client zur Verfügung. Dort wählt man die WordPress Datenbank aus und kann über die Tabs Exportieren und Importieren SQL-Dateien erzeugen, die sämtliche Create und Insert Statements enthalten um die Datenbank auf einen Server zu übertragen. Siehe Screenshot:
worpress_db_export

Anpassen der Parameter in der Options-Tabelle

In der Tabelle „wp_options“ müssen auf dem neuen System die folgenden Parameter angepasst werden:

  • siteurl : Muss auf die neue URL verweisen
  • home: Muss auf die neue URL verweisen

Anpassen der absoluten Pfade in der neu eingespielten Datenbank

Auf dem neuen Server passen die absoluten Pfade in der Datenbank nicht zu der neuen URL / Domain. Daher müssen alle Vorkommen in der Datenbank ersetzt werden. Dazu kann am einfachsten das Search and replace Tool for WordPress genutzt werden. Hiermit werden alle vorkommen der alten URL (z.B. http//localhost/wordpress) durch die neue URL (z.B. http://www.meinsuperblog.com) ersetzt.

wp-config.php anpassen

Die Datei wp-config.php im Hauptverzeichnis von WordPress muss auf dem neuen Server angepasst werden. Insbesondere muss auf die neue Datenbank verwiesen werden:

  • DB_NAME = Datenbankname
  • DB_USER = Datenbank User
  • DB_PASSWORD = Datenbank User Passwort
  • DB_HOST = Host Adresse des MySQL Servers

Achtung:Zieht das WordPress System von einem Windows System auf ein Linux System um, kann es sein das in der wp-config.php der Tabellen Präfix in Großbuchstaben steht, aber auf der Datenbank bei der Erstinstallation Tabellen mit kleingeschrieben Präfixen angelegt wurden. Dies führt dazu das WordPress auf dem neuen Server nicht aufrufbar ist und wieder eine Installation durchführen möchte. Daher muss die Groß- und Kleinschreibung in der wp-config.php mit denen in der Datenbank übereinstimmen und ggf. angepasst werden.

$table_prefix  = 'wp_';

Anpassen der .htaccess Datei

War Worpress vorher in einem anderen Verzeichnis installiert als auf dem neuen Server, so muss die .htaccess Datei im Root Verzeichnis der neuen Installation bei den Parametern „RewriteBase“ und „RewriteRule“ angepasst werden. Liegt WordPress auf dem neuen Server im Root-Verzeichnis des Webservers, so muss hier ein / stehen. Siehe unten:

# BEGIN WordPress
<IfModule mod_rewrite.c>
RewriteEngine On
RewriteBase /
RewriteRule ^index\.php$ - [L]
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteRule . /index.php [L]
</IfModule>
# END WordPress

Migration überprüfen

Abschließend sollten überprüft werden ob das System alle Seiten fehlerfrei lädt und die Verlinkungen funktionieren.